Modellprojekt
"Erprobung neuer Möglichkeiten der Vernetzung von Familienbildung"
| Die
erprobten Vernetzungsansätze |
Im Rahmen des Modellprojekts erprobte Vernetzungsansätze
Vorgehen: kleinräumig,
aufsuchend
| Eberswalde |
kleinräumig: keine gewachsenen Strukturen
der Familienbildung
vorhanden, Konzentration zunächst auf 3 Gemeinden
im Nahraum von Eberswalde
aufsuchend: Bestand ermitteln über Telefonate und
persönliche Gespräche, teilweise Erstbegegnung
mit dem Thema Familienbildung. Beteiligung der Träger
oft nur aufgrund von Einladung und Ermunterung zur Kooperation
und Vernetzung.
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| Ergebnis |
kleines Netz, mit Anbahnung von
Kontakten, Austausch und gemeinsamen Planungsvorhaben,
Initiieren von Kooperationen, Planung von Fortbildung, |
Vorgehen: großräumig,
einladend
| Guben |
verbands- und trägerübergreifendes
Anknüpfen an starken, aktiven Kristallisationspunkt
(HdF mit umfassendem Familienbildungsangebot und Qualifizierungsprogramm)
Verstärkung bestehender Kooperationskontakte in Abstimmung
und Zusammenarbeit mit Kreis-JA/Jugendhilfeplanerin.
Zur Ressourcenanalyse und –bündelung werden
Kontakte zu Verbänden und großen Trägern
genutzt.
eher empirischer Zugang mittels Fragebogenentwicklung
und –verschickung, kreisbezogene Datensammlung.
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| Ergebnis |
AK von Familienbildungsträgern,
Kreisnetz zu Austausch Abstimmung auf oberster Planungsebene
(JA einbezogen), Anbahnen / Initiieren einer AG Familienbildung
nach § 78 auf Kreisebene. |
Vorgehen: regionale Knotenpunkte
herausarbeiten
| Mobile
Elternschule u. ASB Nauen |
Einsatzbereich: 3 Orte in HVL.
Arbeitsweise:
kleinräumig mit offensiver Öffentlichkeitsarbeit.
In jedem Einsatzort ein ASB-Familientreff. Alle erarbeiten
ein gemeinsames Konzept. Ziel: Weiterentwicklung
zu örtlichen Informations- und Aktionsknotenpunkten
für Familien und Familienbildung
nahraumorientiert, aktiver Aufbau von Familienbildung
– exemplarisch -, öffentlichkeitswirksam durch innovative
Aktivitäten, künftige Knotenpunkte gewinnen
dadurch ihr Profil.
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| Ergebnis |
bestehende Einrichtungen werden zu Informations-
und Aktions- Knotenpunkten für Träger/innen
und Nutzer/innen der Familienbildung mit dem "Auftrag",
über das überregionale Netz Kontakte zur anderen
Regionen herzustellen (Angebote auf Landesebene für
die Region nutzen).
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Vorgehen: überregional,
Drehscheibe zwischen den regionalen Netzwerken
| Kita-Museum |
Kontaktort für Initiator/innen
und Koordinator/innen der örtlichen und regionalen
Familienbildungs-Netze (Formen: Arbeitsgruppen, Fachtagungen,
Organisation von Diensten für die Netze, ..)
überregionale Begegnung für Netzwerkmitglieder
landesweit, Kontaktvermittlung, Referent/innen-Pool, Medienausleih
Wanderausstellung "Spielen und Lesen in der Familie"
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| Ergebnis |
Familienbildungs-Messe als "Kontakt-
und Informations-Börse" mit qualifiziertem
Fachprogramm
überregionale Info- und Kontaktvermittlung
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| Perspektive |
Der Austausch zwischen den regionalen
Netzen kann erweitert werden um erst kürzlich ins
Leben gerufene Familienbildungs-Arbeitskreise z.B. in
den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming
(besteht schon länger) und Dahme-Spreewald)
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| 1.
Brandenburgische Familienbildungs-Messe |
Die 1. Brandenburgische
Familienbildungs-Messe
vom 03.10.-06.10.02 im Kindertagesstätten-Museum
Groß Glienicke Flyer
anzeigen
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Bildergalerie |
Die Familienbildungs-Messe ermöglicht
Austausch, gegenseitige Beratung und Anregung über
den Projektrahmen hinaus:
Träger, Familienbildungsanbieter, Kursleiter/innen
aus dem ganzen Lande werden eingeladen, sich mit ihren Inhalten
und Arbeitsweisen vorzustellen und über Ziele, Erfahrungen
und Pläne zu informieren. |
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Die mehrtägige Messe bietet Kontakt-
und Gesprächsmöglichkeiten der Anbieter und Fachkräfte
untereinander.
Neben Träger- und Angebotspräsentationen zur Familienbildung
stehen Fachveranstaltungen für öffentliche und
freie Träger, für Fachkräfte der Familienbildung
und für Eltern und Familien auf dem Programm. |
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| Die Messe wird u.a. als Medium zur Ermittlung
von landesweiten Fortbildungsinteressen und –bedarfen für
Familienbildung in Brandenburg genutzt. |
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Adressat/innen der Familienbildungs-Messe
sind:
- Träger und Anbieter von Familienbildung,
Bildungseinrichtungen
- politisch verantwortliche der Kinder-
und Jugendhilfe landesweit
- Erziehungsfachkräfte aus Jugendhilfe
Schule und
- Eltern und Familien.
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Wortbeiträge
aus dem Fachprogramm der 1. Brandenburgischen Familienbildungs-Messe
2002
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| Familienbildungs-Broschüren: |
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Eberswalde
und Guben
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| Fazit |
- Positive Bewusstseinsveränderung
bei Trägern
Durch die Zusammenarbeit formt sich bei Trägern
das Verständnis, durch kleine Angebote zur großen und
wichtigen Aufgabe "Familienbildung" beizutragen. Bisher
wurden die eigenen Angebote vielfach lediglich als Kunden- oder
Nachwuchswerbung (z.B. in Kitas, Sportvereinen) verstanden. –
Tatsächlich füllen sie aber eine allmählich sichtbar
werdende Interessen- und Nachfragelücke für junge Familien.
Eberswalde: Familienbildung als Präventivmaßnahme
wird bei den Trägern und im Jugendhilfeausschuss erst ins
Bewusstsein und in die Verantwortung Jugendhilfeträger gehoben.
Guben: Jugendhilfeplanung nimmt Familienbildung mit einer
Finanzausstattung in den Jugendhilfeplan auf.
Das Interesse an Austausch, Kooperation und Abstimmung
ist in den Regionen verhalten und leise, wo Familienbildung neu
in Erscheinung tritt (Barnim, Havelland). Es ist deutlicher zu
beobachten, wo aktuelle Familienbildungsbemühungen auf vorhandenen
Strukturen aufbauen oder an früheren Aktivitäten (z.B.
Projektergebnissen) anknüpfen (LK Spree-Neiße). – Überall
jedoch fehlen den Aktiven häufig Zeit und Ideen, wo und wie
Austausch und Weiterlernen initiiert werden können.
- Initiator/innen
sind erforderlich
Gemeinsame Planung und Weiterentwicklung kann
einerseits durch neutrale "Motoren" erreicht werden,
d.h. durch Personen, die im regionalen Aktionsfeld keine eigenen
Trägerinteressen verfolgen, sondern Initiativ-, Anregungs-,
Unterstützungs- und Realisierungsfunktionen übernehmen
(erfolgreich praktiziert in Eberswalde). Andererseits leisten
dies auch starke Familienbildungsträger, die Synergien durch
Vernetzung und Zusammenarbeit suchen (Havelland, Spree-Neiße)
und diese für die eigene Arbeit nutzen wollen.
- Übertragbarkeit
der Vernetzungsverfahren
Alle im Projekt erprobten Vernetzungsansätze
liefern wichtige Hinweise für mögliches Vorgehen in
anderen Kreisen/Regionen. Die Entscheidung für ein bestimmtes
Vorgehen ist grundsätzlich abhängig von den gegebenen
Strukturen, Vorerfahrungen und Haltungen der Jugendhilfe- und
Weiterbildungsträger einerseits und den Nah- und Sozialraumfaktoren
(z.B. Art und Umfang der Nachfrage) am Ort andererseits.
Das Vorgehen in Guben z.B. ist geeignet für Regionen, die
bereits über stabilere Ansätze der Familienbildung,
über Engagement und Aufgeschlossenheit für Familienbildung
oder aber starke Persönlichkeiten verfügen, die sich
auf der kommunalpolitischen oder der Verbands-/ Trägerebene
für die Intensivierung und Qualifizierung von Familienbildung
einsetzen.
Derzeit ist die Zahl der Träger Mitarbeiter/innen
in den Teil-Regionen, in denen Familienbildung erst aufgebaut
und/oder vernetzt wird, zu gering für gezielte Qualifizierungsvorhaben
vor Ort. – Ihnen können die Begegnung auf überregionaler
Ebene und gemeinsame Aktionen wertvolle Kontakte bieten, gegenseitig
anregen und machen Mut, sich verstärkt der Familienbildung
zu widmen. Die überregionale Herstellung von Austausch
und Verbindungen, die Informationsvermittlung und Organisation
von Qualifizierung sowie die Einbindung in aktuelle Projekte
und Entwicklungen auf Bundesebene (z.B. Familie 21), all das
kann durch eine kontinuierlich arbeitende Koordinationsstelle
für das Land geleistet werden.
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