FAMILIENBILDUNG IN BRANDENBURG


Modellprojekt
"Erprobung neuer Möglichkeiten der Vernetzung von Familienbildung"



 1. Profil und Beschreibung der Einrichtung

 
   
Haus der Familie e.V. Guben

Goethestraße 23, 03172 Guben
T/F 03561-52218,

e-mail: Haus-der-Familie-Guben@t-online.de
www.haus-der–familie.de

Ansprechperson: Kerstin Leutert-Glasche, pädagogische Leiterin im Haus der Familie

Der soziale, gemeinnützige Verein "Haus der Familie" e.V. (HdF) stellt sich mit seinem Angebot der FamilienBildung bereits im zwölften Jahr in den Dienst der "Familie". Daneben engagiert sich der Träger mit 54 hauptamtlichen und 95 freiwilligen Mitarbeitern in den Arbeitsfeldern
  • Kindertagesbetreuung
  • ambulante Hilfen zur Erziehung
  • teilstationäre und stationäre Hilfen zur Erziehung
  • offene Jugend- und Jugendsozialarbeit und
  • Betreuungen nach BGB 1896.

Im Zuge der allgemeinen Qualifizierung von Leistungsangeboten des Trägers wurde ein entsprechendes äußeres Netzwerk im Gesamtkontext des "Haus der Familie" e.V. entwickelt. Im Feld der FamilienBildung wird mit Blick auf die Beziehungen zu anderen Anbietern an einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der vorhandenen Strukturen gearbeitet.

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 2. Familienbildungs-Auftrag


Den Leistungen des Paragraphen 16 SGBVII/KJHG, insbesondere denen der Familienbildung werden im HdF besondere Bedeutung beigemessen.

Das HdF bietet ein Veranstaltungsprogramm zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie an, das für alle Familien in ihren jeweiligen Lebensperspektiven unabhängig von der Familienform, der Schichtzugehörigkeit, dem Vorhandensein einer Problemlage oder eines erzieherischen Bedarfs zur Nutzung offen steht.
Stärkung der Familie als Erziehungs- und Sozialisationsinstanz und die damit einhergehende Gewaltprävention haben sich als integrativer Bestandteil des arbeitsfeldübergreifenden Leistungsspektrums des Trägers über lange Jahre hinweg entwickelt und bewährt inneres Netzwerk). Bei der Entwicklung bedürfnisorientierter Angebotsformen wird insbesondere der Situation Rechnung getragen, dass Familie als Folge schnellen soziokulturellen Wandels, der Pluralisierung der Lebensformen, der zunehmenden Zahl von Beziehungsmustern und der Individualisierung in der Gesellschaft ihre typische Kontur verloren hat. Das HdF bietet gezielt Unterstützung und Hilfen für die vielfältigen Formen des Zusammenlebens von Eltern und Kindern.

Auch mit Hilfe der Förderung des Landes Brandenburg von 1998 bis 2001 konnte das "Haus der Familie" e.V. in den letzten Jahren stabilere Strukturen für den Bereich FamilienBildung entwickeln und wachsen lassen.

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 3. Vorgehen im Modellprojekt und Ergebnisse

Aufgaben & Ziele im Kontext des Modellprojektes:

  1. Aufmerksamkeit schaffen für Familienbildung, Grundinformationen anbieten über Familienbildung in der Region Spree-Neiße – auf allen Ebenen über Träger Veranstalter/Anbieter, Vereine, Verbände, freie und öffentliche Träger bis zu Presse und Öffentlichkeit;
  2. bestehende Ansätze, Initiativen aufgreifen und dokumentieren;
  3. bestehende Ansätze in Kontakt und in Abstimmung zu übergreifender Familienbildungsplanung bringen;
  4. MitarbeiterInnen der unterschiedlichen Träger/Anbieter für die Familienbildung qualifizieren;
  5. Qualitätsmerkmale für die Familienbildung beschreiben
  6. derzeitige Angebote und tatsächliche Bedarfe – soweit möglich – gegenüberstellen;
  7. Initiieren neuer Musterangebote örtlich und/oder regional in Zusammenarbeit mit ansässigen Trägern;
  8. Ansätze initiieren für die Einrichtung einer AG FamilienBildung auf Kreisebene.
Gute Vernetzungskontakte bestehen inzwischen auf der Ebene der Verbände und der großen Jugendhilfeträger. In direkter Absprache und Kooperation mit der Jugendhilfe-Planerin des Landkreises Spree-Neiße wird auf einen lockeren Zusammenschluss der Familienbildungs-Anbieter auf Kreisebene hingearbeitet, der in einen gemeinsamen, abgestimmten Träger-Katalog münden wird.

Von November 2002 bis Dezember 2003 bietet das Haus der Familie ein Qualifizierungsprojekt für Fachkräfte mit pädagogischer und sozialpädagogischer Ausbildung an:

"Professionalisierung in der FamilienBildung"


Inhalte der Qualifizierung:
  • Berufliches Verständnis, Rolle und Selbstreflexion
  • Grundlagen der Kommunikation und Gesprächsführung
  • Aspekte der familiären Sozialisation und Familiendynamik
  • Führen und Leiten von Gruppen
  • Entwicklungspsychologische und pädagogische Merkmale der kindlichen Sozialisation und Erziehung
  • Einführung in Projektmanagement und –finanzierung
  • Systemisches Verstehen und Handeln im Kontext von Familienbildung
  • Praxisreflexion und –beratung
Flyer als pdf-Dokument einfügen (wird nachgeliefert)


Arbeits-Ergebnisse des Projekt-Stützpunktes Guben:
  • 2 Familienbildungs-Fachtage
  • Fragebogenaktion zur Erfassung von Trägerangeboten
  • 1 Arbeitskreis und eine Projektgruppe zur Familienbildung
  • Entwicklung und Start des Qualifizierungsprojekts "Professionalisierung in der Familienbildung" (Fortsetzung in 2003)
  • Aufbau enger Kooperationen mit dem JA/Jugendhilfeplanung LK Spree-Neiße
  • Präsentation auf der 1. Brandenburgischen Familienbildungs-Messe
  • Präsentation der Wanderausstellung "Spielen und Lesen in der Familie" im Haus der Familie Guben
  • Vorbereitung einer Broschüre zur Vorstellung der Träger von Familienbildung im LK Spree-Neiße
  • Gestaltung der Homepage www.haus-der-familie.de

 
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