Modellprojekt
"Erprobung neuer Möglichkeiten der Vernetzung von Familienbildung"
| 1.
Profil und Beschreibung der Einrichtung |
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ASB-Familien- und Jugendhilfezentren
im Havelland in Kooperation mit |
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Mobile Elternschule (MES)
der AWO
Einsatzanschrift: c/o Kita-Museum
Seeburger Chaussee 2, 14476 Groß Glienicke
T 033201-500 40, F 033201-500 41
e-mail: mes@awobu.awo.org |
Die Mobile Elternschule (MES)
...ist eine familienpädagogische Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt
Bundesverband e.V., die vom Bundesministerium für Familien,
Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird. Die
MES arbeitet bundesweit jeweils 10 Monate in einem ausgewählten
Landkreis, um dort "Pionierarbeit" im Bereich der
Familienbildung zu leisten. Als kleine autonome Familienbildungseinrichtung
– ist die MES ausgestattet mit zwei pädagogischen Fachkräften,
zwei kleinen Kombi-KFZ, einer vollständigen Büroeinrichtung
und der Wanderausstellung "Gute Bücher und Gutes Spielzeug
für Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte".
Vom 1. September 2002 bis 30. Juni 2003 ist die MES erstmals
in Brandenburg, im Landkreis Havelland zu Gast. Ihren derzeitigen
Einsatzstandort hat sie im Kita-Museum in Groß Glienicke.
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| 2.
Familienbildungs-Auftrag |
Aufgaben
Die MES leistet gezielt familienpädagogische Aufbau- und
Starthilfe in ländlichen Regionen. Sie berät
und unterstützt örtliche und regionale Träger der
Familienbildung.
Dort, wo kaum Treffpunkte für Familien vorhanden sind, wirbt
sie für Eltern- und Familiengruppen, Kurse und offene Angebote
und führt diese durch. Sie gibt neuen Kursleitern/-innen
aus dem Einsatzgebiet fachliche und methodische Einführungen
und initiiert Fortbildungsmöglichkeiten. Die breite Palette
der MES-Angebote (siehe 3. Vorgehen) wird ergänzt durch Fortbildungs-
und Informationsveranstaltungen sowie Familienbildungswochenenden
und -freizeiten.
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Beispiel: Stand auf dem Kinderfest
in Falkensee, Havelland, 07.09.2002
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Die MES will den Bedarf an familienpädagogischen Angeboten
feststellen und durch praktische Kursarbeit in einzelnen Gemeinden
exemplarisch nachweisen. Sie arbeitet gezielt auf die langfristige
Fortführung der Kursarbeit durch örtliche Träger
hin. Dazu arbeitet sie mit der örtlichen oder regionalen
AWO-Gliederung zusammen. Sie nimmt gezielt Kontakte zu engagierten
Trägern, Jugendamt, Jugendhilfeausschuss und Entscheidungsträgern
der Jugendhilfe auf.
Ziele
Die MES will Eltern- und Familienbildung in
Kurs- und Gruppenarbeit aufbauen. Sie vermittelt Informationen
zu Fragen der Entwicklung des Kindes, der Kommunikation in der
Familie und des Familienlebens bzw. –alltags. MES-Bildungsveranstaltungen
sind in der Regel so gestaltet, dass sie die Teilnehmenden Gemeinschaft,
gegenseitige Aufmerksamkeit und Anregungen für das Zusammenleben
in der Familie erleben lassen.
Die MES regt an und unterstützt, dass Eltern miteinander
ins Gespräch kommen, sich austauschen über die Dinge
des Familienalltags und sich so Unterstützung holen und
geben.
Die MES vermittelt Hilfen zur Alltagsbewältigung von Familienleben.
Sie regt Familien an, die gesellschaftlichen Bedingungen, die
familiäre Situationen beeinflussen, besser zu verstehen
und damit Familien(-mitglieder) zu einer organisierten Vertretung
ihrer Interessen zu befähigen.
Die MES unterstützt bestehende Elterninitiativen und regt
zur Gründung weiterer an.
Der Aufenthalt der
MES in einem Landkreis ist auf 10 Monate befristet. Die Mitarbeiterinnen
sind von Anfang an bestrebt, Elterngruppen, Bildungsangebote
und Initiativen zu verselbstständigen bzw. Träger
dazu anzuregen das Engagement von und für Eltern zu unterstützen.
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| 3.
Vorgehen im Modellprojekt und Ergebnisse |
Anders als die Stützpunkte Eberswalde und Guben war die Mobile
Elternschule nicht von Anfang an am Modellprojekt "Vernetzung
von Familienbildung in Brandenburg" beteiligt. Sie kooperiert
seit September 2002 (Einsatzbeginn) mit den Mitarbeiterinnen des
Projekts.
Die MES ist auf Einladung des ArbeiterSamariterBundes-OV Nauen
(der ASB ist korporatives Mitglied der Arbeiterwohlfahrt) bis
30.6.03 im Ost-Havelland zu Gast. Sie konnte einerseits anfänglich
von den Erfahrungen der Projektmitarbeiterinnen profitieren. Andererseits
bringt sie eigene Vernetzungserfahrungen aus dem Landkreis Havelland
in das Projekt ein.
Im derzeitigen Einsatz stellen die Familientreffs des ASB in Falkensee,
Friesack und Nauen einen Schwerpunkt ihrer Familienbildungsaufbau-
und Vernetzungsarbeit dar. Seit 1998 schafft der ASB mit den drei
Familientreffs – neben seinen vielfältigen Angeboten der
Kinder- und Jugendhilfe - ein niedrigschwelliges Angebot zur "Förderung
der Erziehung in der Familie" nach §16 KJHG. Angeregt und
angeleitet durch die MES-Mitarbeiterinnen wird nun rund um die
Familientreffs ein spezieller Familienbildungs-Vernetzungsansatz
erprobt. Die Teams bauen derzeit kleine örtliche Netze mit
regionalen Austausch- und Kooperationskontakten sowie regionaler
Öffentlichkeitsarbeit auf.
Mit diesem Einsatz der MES qualifiziert der ASB sein Engagement
für die weitere Entwicklung und den verstärkten Ausbau
familienspezifischer Angebote in seinen Familientreffs und bei
kooperierenden Familienbildungsanbietern.
Bisherige Planungen und Aktivitäten der MES im Osthavelland:
- Die ASB-Familientreffs werden zu Infostellen
für Angebote rund um Familie und Erziehung (regionale
Familienbildungsnetze)
- Elternfrühstück in den ASB-Familientreffs
- Organisation von Gesprächskreisen, Info-Abenden
und Elternkursen
- Organisation von Eltern-Kind-Gruppen
- Fortbildung und Qualifizierung für Multiplikatoren/innen
der Familienbildung
- Öffentlichkeitsarbeit
- Babysitterkurs/ Babysitterbörse
- Ausstellung "Gute Bücher – Gutes
Spielzeug für Familien"
- Kooperation mit anderen Einrichtungen (Kitas,
Bibliothek etc.)
- Zusammenarbeit mit dem Modellprojekt "Erprobung
neuer Möglichkeiten der Vernetzung von Familienbildung
im Land Brandenburg". Die MES bringt ihre Erfahrungen
beim Aufbau und der Vernetzung von Familienbildung in das
Modellprojekt ein.
Die folgenden Bild-Beispiele veranschaulichen
die Arbeit der MES im Osthavelland:
à Schaubild "Rolle
der MES in den ASB-Familientreffs" anzeigen
Handzettel unterschiedlicher Familienbildungsangebote
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Elternfrühstück "Gesundes Frühstück" |
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Elternfrühstück "Weihnachten – Fest der Liebe?" |
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"Wer möchte eine Eltern-Kind-Gruppe gründen?" |
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"Heimchen am Herd – Berufstätige Mutti" |
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| à
"Nichts wie hin zum großen Spiel- und Vorlesetag" |
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| à"Starke
Eltern – starke Kinder" |
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| à
"Babysitterbörse Falkensee" |
anzeigen |
| à
"Babysitter-Kurs Falkensee" |
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"Nähwerkstatt" |
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à Konzept einer Fortbildung
für ASB-Mitarbeiterinnen der Familientreffs anzeigen
àÖffentlichkeitsarbeit:
Auswahl an Presseartikeln Artikel
1 Artikel
2
Ausstellung im Hort Diesterweg-Schule
(Foto)
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Da der Einsatz der Mobilen Elternschule im Havelland über
den Zeitraum des Modellprojektes hinaus geht, können an dieser
Stelle nur die Arbeitsergebnisse aus den ersten vier Monaten dargestellt
werden. Vieles wird sich in den kommenden sechs Monaten weiter-
und neu entwickeln.
Arbeits-Ergebnisse des
Einsatzes der MES:
- 7 Elternfrühstücke
- 1 Eltern-Gesprächsabend
- Vorbereitung der Elternkursreihe
"Starke Eltern Starke Kinder"Ò
des Deutschen Kinderschutzbundes (Beginn Januar 2003)
- Vorbereitung Babysitterkurs und-
börse (Kursbeginn Januar 2003)
- 9 Präsentationen der Ausstellung
"Gute Bücher und Gutes Spielzeug für
Familien"
- Zweitägige Fortbildung für
Mitarbeiterinnen der ASB-Familientreffs "Einführung
in die Familienbildung – Profilentwicklung der Familientreffs"
- Konzeptentwicklung für die Fortbildung
"Wer möchte eine Eltern-Kind-Gruppe gründen?"
- Absprache einer Veranstaltung im
Sozialpädagogischen Fortbildungswerk "Werkstatt:
Qualitätsentwicklung in der Jugendhilfeplanung"
- Aufbau einer Referent/innenkartei
- Pressekonferenz zur Vorstellung der
MES in Brandenburg/Havel
- Präsentation der Mobilen Elternschule
auf der 1. Brandenburgischen Familienbildungs-Messe
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